Direkt zum Inhalt
GridFusion entdecken

System statt Einzelgerät

GridFusion Energiemanagement

Energieflüsse verstehen, steuern und lokal optimieren.

Local FirstModularIntelligent

Ein lokales Energiemanagementsystem für das ganze Haus

Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Hausverbrauch und Stromnetz liefern viele einzelne Werte. GridFusion führt sie in einem gemeinsamen, herstellerneutralen Energiemodell zusammen. Dadurch entsteht nicht nur eine weitere Anzeige, sondern die Grundlage für ein Home Energy Management System (HEMS), das Zusammenhänge erkennen, Entscheidungen erklären und Energie vor Ort sicher koordinieren kann.

Im Mittelpunkt steht Control 7: ein lokales 7-Zoll-Touchdisplay mit eigener Rechen- und Speicherplattform. Es erfasst verfügbare Messwerte, normalisiert Gerätezustände und stellt Energiefluss, Historie, Preise, Prognosen und Systemzustand übersichtlich dar. Externe Dienste können Strompreise, Wetterdaten, PV-Prognosen oder verwaltete Updates liefern. Die lokale Messung und die Sicherheitsentscheidung bleiben davon unabhängig.

Warum einzelne Apps kein Energiesystem ergeben

In vielen Haushalten haben Wechselrichter, Speicher, Smart Meter und dynamischer Stromtarif jeweils eine eigene App. Jede Anwendung kennt nur einen Ausschnitt: Der Zähler sieht den Netzanschlusspunkt, der Speicher seinen Ladezustand und der Wechselrichter die Solarproduktion. Für eine sinnvolle Entscheidung müssen diese Informationen aber gemeinsam und zeitlich passend bewertet werden.

GridFusion schafft dafür eine klare Systemgrenze. Herstellerprotokolle bleiben in getrennten Gerätetreibern. Der Kern arbeitet ausschließlich mit normalisierten Rollen und Fähigkeiten wie Zähler, Batterie, Wechselrichter oder PV-Erzeuger. So kann das Energiemanagement schrittweise um weitere Geräte erweitert werden, ohne dass eine einzelne Marke die gesamte Architektur bestimmt.

  • Transparenz: Erzeugung, Verbrauch, Batterie und Netz werden in einem Energiefluss dargestellt.
  • Nachvollziehbarkeit: Zustände und Entscheidungen lassen sich über Dashboard, Historie und Diagnose prüfen.
  • Erweiterbarkeit: Neue Geräte erhalten einen eigenen, aus Herstellerquellen verifizierten Treiber.
  • Sicherheit: Ungültige oder veraltete Messdaten führen zu keinem neuen Batteriebefehl.

Local First: Die Regelung bleibt im Gebäude

GridFusion ist Local First aufgebaut. Die wesentliche Erfassung, Zustandsbildung und Regelentscheidung läuft auf Control 7 im lokalen Netzwerk. Ein Internetausfall darf deshalb nicht dazu führen, dass die lokale Eigenverbrauchslogik von einer entfernten Plattform abhängig wird. Die zentrale Plattform ergänzt den Betrieb dort, wo externe Daten oder verwaltete Dienste sinnvoll sind; sie ersetzt weder den lokalen Energy Engine noch dessen Sicherheitsgrenzen.

Local First bedeutet nicht, dass jede Funktion vollständig ohne Internet auskommt. Dynamische Strompreise, Wetterprognosen, zentrale Datensicherung und verwaltete Firmware-Updates benötigen eine Verbindung zum jeweiligen Dienst. Fehlen solche Daten oder sind sie nicht mehr aktuell, arbeitet GridFusion mit klar gekennzeichnetem Zustand und sicheren Fallbacks. Externe Informationen dürfen die lokale Gerätesteuerung nicht synchron blockieren.

Auch die Speicherung folgt diesem Prinzip: GridFusion soll ohne SD-Karte weiterarbeiten. Messung, Regelung und Oberfläche warten nicht auf Dateisystem- oder Datenbankzugriffe. Historische Daten werden über eine begrenzte Warteschlange an den Storage Manager übergeben; mit geeigneter SD-Karte dient SQLite als primärer Langzeitspeicher, andernfalls steht ein begrenzter, geschützter lokaler Fallback bereit.

Was GridFusion im Alltag verbessern soll

Ein intelligentes Energiemanagement kann mehr als aktuelle Wattwerte anzeigen. Es soll Solarüberschuss, verfügbaren Batterieraum, erwarteten Verbrauch und variable Preisintervalle gemeinsam betrachten. Daraus entstehen verständliche Zeitfenster und begrenzte Empfehlungen: jetzt Eigenverbrauch nutzen, Batteriekapazität für erwartete Solarproduktion freihalten oder bei einem günstigen Strompreis zunächst abwarten.

Ob dadurch tatsächlich Stromkosten sinken, hängt von Anlage, Tarif, Verbrauchsprofil, Wirkungsgraden und Wetter ab. GridFusion verspricht deshalb keinen pauschalen Sparwert. Ziel ist eine belastbare Datenbasis, auf der Entscheidungen besser nachvollzogen und später mit tatsächlichen Ergebnissen verglichen werden können.

Die ausführliche Verarbeitung vom Messwert bis zur sicheren Entscheidung beschreibt die Seite Energiemanagement für Photovoltaik und Speicher. Welche Funktionen heute umgesetzt, im Pilotbetrieb oder geplant sind, zeigt der Funktionsüberblick.

Für welche Anlagen GridFusion gedacht ist

GridFusion richtet sich zunächst an Haushalte und kleine Standorte mit eigener Photovoltaik, einem Batteriespeicher und einem messbaren Netzanschlusspunkt. Besonders interessant ist das System, wenn mehrere Komponenten nicht aus einem geschlossenen Herstellerökosystem stammen oder wenn neben Live-Werten auch lokale Historie, Diagnose, dynamische Preise und Prognosen zusammengeführt werden sollen.

Eine Installation wird nicht allein anhand eines Markennamens zugesagt. Entscheidend sind das genaue Modell, die dokumentierte Schnittstelle, die erreichbaren Funktionen und die elektrische Einbindung. Die Seite Kompatibilität und Geräteintegrationen erklärt den aktuellen Referenzstand und warum ähnliche Produktnamen keine automatische Freigabe bedeuten.

Transparent entwickelt statt vorschnell versprochen

GridFusion ist ein fortgeschrittenes Entwicklungs- und Pilotsystem, aber noch kein allgemein freigegebenes Serienprodukt. Das lokale Dashboard, die herstellerneutrale Geräteebene, Historie und Diagnose sowie zentrale Preis-, Wetter-, Prognose- und OTA-Dienste sind als Systembausteine umgesetzt. Die erste reale Referenzanlage verwendet Shelly Pro 3EM und Solakon ONE.

Die kontrollierte Solakon-Steuerung bleibt ein besonders geschützter Entwicklungsbereich. Jeder herstellerspezifische Schreibzugriff muss durch einen einzigen zentralen Safety Gate freigegeben sein. Normale Firmware aktiviert solche Schreibmöglichkeiten nicht automatisch. Vor einer breiteren Freigabe fehlen weiterhin dokumentierte Dauer-, Ausfall- und beaufsichtigte Hardwaretests.

Weitere Pilotanlagen sind deshalb wertvoll: Sie liefern unterschiedliche, normalisierte Messverläufe und zeigen, welche Gerätetreiber auf Basis offizieller Quellen als Nächstes sinnvoll sind. Wer eine passende Anlage besitzt, kann über die Pilotanfrage Modellbezeichnungen, vorhandene Messung und gewünschte Ziele mitteilen – ohne Zugangsdaten oder Geheimnisse per E-Mail zu senden.