Klar beantwortet
Häufige Fragen zu GridFusion
Die wichtigsten Fragen zu Einsatz, Technik, Integration und Betrieb von GridFusion.
Hier findest du klare Antworten zum aktuellen Entwicklungsstand von GridFusion. Technische Verfügbarkeit, Pilotbetrieb und geplante Funktionen werden bewusst getrennt.
Was ist GridFusion?
GridFusion ist ein lokales, herstellerneutrales Home Energy Management System. Es führt Photovoltaik, Batteriespeicher, Hausverbrauch und Stromnetz in einem gemeinsamen Energiemodell zusammen. Control 7 zeigt Energiefluss, Historie, Preise, Prognosen und Systemzustand direkt vor Ort an.
Was bedeutet HEMS?
HEMS steht für Home Energy Management System. Ein HEMS sammelt nicht nur Messwerte, sondern bewertet Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Netzbezug gemeinsam. Ziel ist eine nachvollziehbare Koordination des Energiesystems innerhalb technischer und sicherer Grenzen.
Funktioniert GridFusion ohne Internet?
Die wesentliche lokale Messung, Zustandsbildung und Regelung ist nicht von einer Cloud-Verbindung abhängig. Externe Funktionen wie neue dynamische Strompreise, Wetterprognosen, zentrale Sicherung und verwaltete Updates benötigen jedoch Internet. Fehlen sie, bleiben lokale Aufgaben getrennt und der Datenzustand wird sichtbar gekennzeichnet.
Welche Geräte sind mit GridFusion kompatibel?
Shelly Pro 3EM und Solakon ONE bilden die erste reale Referenzanlage. Das ist keine pauschale Zusage für andere Modelle derselben Hersteller. Weitere Geräte werden nur nach Prüfung der exakten Modellbezeichnung, Firmware, offiziellen Schnittstelle und benötigten Fähigkeiten als kompatibel geführt.
Kann GridFusion meinen Batteriespeicher steuern?
GridFusion besitzt einen kontrollierten Entwicklungsadapter für Solakon ONE. Schreiben ist von Lesen getrennt, in normaler Firmware nicht automatisch freigegeben und vor jedem Zugriff durch den zentralen solakon_write_enabled Safety Gate geschützt. Eine allgemeine Freigabe folgt erst nach dokumentierten Hardware- und Dauertests.
Was passiert, wenn Messwerte fehlen oder veraltet sind?
Fehlende, ungültige oder veraltete Netzmessung führt zu keinem neuen Batteriebefehl. Die Oberfläche zeigt den betroffenen Zustand beispielsweise als „beeinträchtigt“ oder ohne gültigen Wert. Das ist ein beabsichtigtes Fail-safe-Verhalten und keine kosmetische Störung.
Unterstützt GridFusion dynamische Stromtarife?
Die Architektur verarbeitet negative Preise und Preisintervalle variabler Länge, also auch Viertelstundenwerte. Großhandels- und Endkundenpreise bleiben getrennt. Ein niedriger Preis löst nicht automatisch eine Ladung aus; Batterie, Wirkungsgrad, Verbrauch, Solarprognose und aktuelle Messdaten müssen gemeinsam bewertet werden.
Welche Strompreisanbieter nutzt GridFusion?
GridFusion verwendet nur Quellen, deren technische und rechtliche Nutzung für den vorgesehenen Betrieb geprüft ist. Anbieter, die einen persönlichen Stromliefervertrag voraussetzen oder wirtschaftlich nicht tragfähig sind, werden nicht als allgemeine Quelle eingebunden. Die Providerliste bleibt austauschbar und ist nicht Teil der lokalen Energy Engine.
Wie funktioniert die Solarprognose?
Bestätigte PV-Flächen werden mit Ausrichtung und Leistung modelliert. Zentrale Providerdaten werden validiert und in einen herstellerneutralen Prognosezustand mit Zeit, Frische und Qualität übersetzt. Die Prognose ergänzt lokale Messwerte, ersetzt sie aber nie und darf bei Unsicherheit keine aggressive Steuerung auslösen.
Setzt GridFusion künstliche Intelligenz auf dem Gerät ein?
Nein. Control 7 trainiert und betreibt kein KI-Modell. Gerätebezogene Modellbildung und Inferenz sind ausschließlich als zentraler Dienst mit lokaler Einwilligung vorgesehen. Das Ergebnis bleibt eine normalisierte Prognose oder Analyse; die lokale Energy Engine und alle Sicherheitsprüfungen entscheiden weiterhin unabhängig.
Wo werden meine Energiedaten gespeichert?
Die Historie wird lokal über den Storage Manager verarbeitet. Mit gesunder SD-Karte ist SQLite der primäre Speicher. Ohne SD-Karte bleibt GridFusion funktionsfähig und nutzt einen begrenzten, CRC-geschützten LittleFS-Fallback. Zentrale Übertragung gerätebezogener Daten setzt die dokumentierte lokale Einwilligung voraus.
Benötigt Control 7 eine SD-Karte?
Nein. Energieerfassung, lokale Regelung und Oberfläche müssen ohne SD-Karte weiterarbeiten. Eine geeignete SD-Karte erweitert die verfügbare Historie. GridFusion formatiert sie nicht automatisch und löscht keine Konfiguration, um Platz für Messhistorie zu gewinnen.
Was ist Control 7?
Control 7 ist die lokale GridFusion-Bedienzentrale auf Basis der Waveshare ESP32-S3-Touch-LCD-7C-BOX. Die Entwicklungsplattform besitzt ein 7-Zoll-Display mit 800 × 480 Pixeln, 32 MB Flash und 16 MB PSRAM. Sie wird derzeit als Pilotgerät und noch nicht als endgültiges Serienprodukt beschrieben.
Kann GridFusion mehrere Geräte oder PV-Flächen verwalten?
Ja, die Architektur geht ausdrücklich nicht von einem einzigen globalen Gerät aus. Registry, Treiberfabrik und generische Rollen unterstützen mehrere Geräte. Auch die Prognose kann mehrere physische PV-Flächen modellieren. Ob ein konkretes Gerät bereits angebunden ist, steht davon getrennt in der Kompatibilitätsübersicht.
Sind MQTT, Home Assistant, Wallbox und Wärmepumpe schon verfügbar?
Diese Integrationen gehören zur Roadmap und werden nicht als allgemein verfügbar dargestellt. Sie werden nach dokumentierter Schnittstelle, Pilotbedarf und Sicherheitsprüfung schrittweise umgesetzt. Dass eine Kategorie geplant ist, bedeutet keine Zusage für ein bestimmtes Modell.
Wie erhält Control 7 Firmware-Updates?
GridFusion sieht signierte, verwaltete OTA-Updates mit Integritätsprüfung, Zustandsmeldung und Rollback vor. Ein Update darf lokale Autonomie und Sicherheitsgrenzen nicht schwächen. Kanäle und Freigaben werden versioniert; eine veröffentlichte Firmware ist nicht automatisch für jedes Pilotgerät aktiviert.
Ist GridFusion bereits ein fertiges Serienprodukt?
Nein. GridFusion ist ein fortgeschrittenes Entwicklungs- und Pilotsystem. Wesentliche Softwarebausteine laufen, während reale Dauer-, Ausfall- und kontrollierte Hardwaretests weitergeführt werden. Website, Produktabbildungen und Roadmap unterscheiden den vorhandenen Stand von geplanten Funktionen.
Wie kann ich eine Pilotanlage anbieten?
Nutze die Kontaktseite und nenne die genauen Modelle von Zähler, Wechselrichter und Speicher, den Firmwarestand, die lokale Netzwerkverbindung sowie dein Ziel. Sende dabei keine Passwörter, Tokens oder WLAN-Zugangsdaten per E-Mail.
